Newsletter #1

22. Februar 2007

betr. kulturpolitik für europa

!--TYPO3SEARCH_begin--

Kultur.macht.europa
Der vierte Kulturpolitische Bundeskongress nimmt allmählich Konturen an. Die Veranstalter erwarten bisher 70 Referenten und Diskutanten aus 16 europäischen Staaten. Am 7./8. Juni 2007 werden nicht nur sie sich in Berlin mit den  „Begründungen und Perspektiven europäischer Kulturpolitik“ auseinandersetzen. Der Kongress findet im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft statt und wird von der Kulturpolitischen Gesellschaft und der Bundeszentrale für Politische Bildung in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung organisiert. Dr. Norbert Sievers, seitens der Kulturpolitischen Gesellschaft für die Kongressorganisation verantwortlich: „Wir erwarten rege und wohl auch kontroverse Debatten.“ Zwar speist sich die große Anziehungskraft Europas aus der Vielfalt seiner Kulturen und seiner künstlerischen Qualität. „Aber“, so Sievers, „reichen diese Attraktionen tatsächlich aus, um ein Identifikationsangebot für ein »Europa der Bürger« zu schaffen ?“ Nach Antworten auf diese und andere Fragen werden Referenten wie Adolf Muschg (Schweiz), Kulturstaatsminister Bernd Neumann MdB, Catherine Trautmann MdEP (Straßburg), Gottfried Langenstein (ARTE), Volkhard Knigge (Gedenkstätte Buchenwald), Staatsminister Günter Gloser (Berlin), EU-Kommissar Jan Figel (Brüssel), Roberto Camagni (Milano), Grzegorz Gorzelak (Warschau), Ludwig Laher (Kopenhagen) oder Antti Manninen (Helsinki) suchen. Das aktuelle Programm des Kongresses finden Sie hier

[Internal]

Kulturpolitik, Kulturwirtschaftspolitik .....
„Europa ist in der Kultur eine Supermacht.“, erklärte EU-Kultur-Kommissar Jan Figel anlässlich eines eben beendeten informellen Treffens der europäischen Kulturminister in Berlin. Die Umsätze von Künstlern und Kreativen und ihr Beitrag zur europäischen Wirtschaftsleistung seien nicht zu unterschätzen. Der Bonner Arbeitskreis für Kulturstatistik errechnete dafür rund 556 Mrd. Euro. Prof. Andreas Wiesand, Direktor von ERICarts, Bonn und einer der Mentoren des Kulturpolitischen Bundeskongresse kultur.macht.europa sieht den aktuellen „hype“ um die „creative industries“ eher kritisch und befürchtet allzu „weitreichende Erwartungen“. Er bezweifelt, ob die kreativen Branchen ohne weiteres als neue Hoffnungsträger durchgehen können. Ein Blick auf ihre Strukturen und Probleme – „micro-businesses“ wie Unterkapitalisierung – verlangt nach einer intelligenten Kulturpolitik.
Die Kulturwirtschaft/Creative Industries sind auch Thema des Bundeskongresses. Dazu die Thesen von Andreas Wiesand und mehr unter kultur-macht-europa.de/126.html[Internal]

P.S.: Im November 2006 wurde eine von der Europäischen Kommission in Auftrag gegebene Studie zur Kulturwirtschaft veröffentlicht. Untersucht wurde, welchen Stellenwert die Kultur im Lissabon-Prozess einnehmen kann. Im Rahmen dieser Strategie will der Europäische Rat die EU bis 2010 zum dynamischsten und wettbewerbsfähigsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen. Die Studie findet sich unter www.europa-foerdert-kultur.info/index.php

Legalisierte Schleichwerbung
Noch in diesem Jahr soll das EU-Parlament eine neue Fernsehrichtlinie verabschieden. Letzter Streitpunkt sind Regelungen für Product Placement. Dafür haben EU-Kommissarin Viviane Reding und die zuständigen Medienminister am Rande der Berlinale die Kompromiss-Formel konkretisiert: Product Placement bleibt verboten, aber es gibt viele Ausnahmen. Wirklich tabu bleiben nur Nachrichten- und Informationssendungen sowie das Kinderprogramm. Für Unterhaltung, Sport, Serien und Fernsehfilme und damit für den größten Teil des Programms ist gekennzeichnetes Product Placement zukünftig erlaubt. Ursprünglich hatte sich Deutschland für ein vollständiges Verbot stark gemacht. Man habe aber einsehen müssen, dass das nicht mehrheitsfähig war, so Kulturstaatsminister Bernd Neumann. Mehr[Internal]


KULTUR: auf ein Neues
Am 3. März lädt EU-Kulturkommissar Jan Figel zur Diskussion über das neue KULTUR-Programms (2007-2013) nach Brüssel: es geht um seine Schwerpunkte und die Erwartungen, die mit ihm verknüpft werden. Gefördert wird die Mobilität von Kulturschaffenden, KünstlerInnen und KulturmanagerInnen sowie die Zirkulation von Werken, Objekten und Produktionen. Ein weiteres Ziel: die Förderung des interkulturellen Dialogs und die transnationale Zusammenarbeit zwischen Kulturschaffenden, Kulturakteuren und Kulturinstitutionen der Mitgliedstaaten. Das neue KULTUR-Programm (2007 - 2013) finden Sie unter  www.ccp-deutschland.de/ccp-foerder.htm
Die Einladung zur Diskussion: ec.europa.eu/culture/eac/culture2007/launch_en.html

Friedenspreis
Gerd Koenen, deutscher Historiker und Publizist, und der Journalist Norbert Schreiber haben vorgeschlagen, die im Oktober 2006 ermordete russische Journalistin Anna Politkowskaja posthum mit dem „Friedenspreis des deutschen Buchhandels“ auszuzeichnen. Koenen: „Wir hatten das Gefühl, dieser Mord darf nicht den Bach des medialen Vergessens hinuntergehen." Politkowskaja wurde vor allem durch ihre Reportagen über den Krieg in Tschetschenien berühmt und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Lettre Ulysses Award für Reportage (2003). Zahlreiche Prominente haben inzwischen den Aufruf unterzeichnet. Eine Entscheidung über den diesjährigen Preisträger des Friedenspreises fällt in der ersten Jahreshälfte. Mehr unter kultur-macht-europa.de/130.html[Internal]


 

 

Unsere Medienpartner:

Deutsche Welle

Deutschlandradio Kultur

kulturmanagement.net

Le Monde diplomatique

Signandsight

Weitere Informationen unter
www.kultur-macht-europa.de

Impressum:
Herausgeber: Kulturpolitische Gesellschaft e.V. Weberstr. 59a 53113 Bonn
Tel.: 0228 / 201 67-0 - Fax: 0228 / 201 67 33
post@kupoge.de
Redaktion: Wolfgang Hippe (V.i.S.d.P.),
A.R.T Agentur für Recherche und Text
Tel. 02 21 / 54 50 48
redaktion@art-recherche.de

Newsletter abbestellen:
Wenn Sie diesen Newsletter einmal nicht mehr erhalten möchten,
klicken Sie bitte hier

!--TYPO3SEARCH_end--