Newsletter #5

28. März 2007

betr. kulturpolitik für europa

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Die Kulturpolitische Gesellschaft informiert:

Programmheft ist da

Die Print-Ausgabe des Kongress-Programms kultur.macht.europa ist da und kann bei der Kulturpolitischen Gesellschaft bestellt werden. Handlich, bunt und übersichtlich informiert es über das Kongressprogramm, Referenten und Moderatoren und was sonst noch wichtig ist. Email: post@kupoge.de

Drei Kongresse – ein Kampf

Im Rahmen der Deutschen EU-Ratspräsidentschaft werden drei große internationale kulturpolitische Kongresse ausgerichtet: Unter dem Motto „Kultur zählt – Culture Counts“ stimmen die Organisatoren ihre Programme mit einander ab und kooperieren. Den Reigen eröffnet vom 26.  bis zum 28. April die Deutsche UNESCO-Kommission. Unter dem Titel „Kulturelle Vielfalt – Europas Reichtum. Das UNESCO-Übereinkommen mit Leben füllen“ lädt sie nach Essen / Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010. Am 3. und 4. Mai folgt die Konferenz „Kultur- und Kreativwirtschaft in Europa. Kohärente Politik in einer Globalen Welt“ in Berlin - sie wird von der Friedrich Naumann Stiftung und dem Büro für Kulturpolitik und Kulturwirtschaft organisiert. Den Abschluss macht der Vierte Kulturpolitische Bundeskongress in Berlin. Am 7. und 8. Juni widmet er sich unter dem Titel »kultur.macht.europa – europa.macht.kultur« erstmals Fragen der europäischen Kulturpolitik. „Die drei Kongresse bieten mit ihrem Programm einen für Deutschland bisher einmaligen Überblick über den Stand der aktuellen kulturpolitischen Debatten.“, so Dr. Norbert Sievers, Geschäftsführer der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V., Bonn. Die übergreifenden Kongressthemen – kulturelle Vielfalt, Kulturwirtschaft, die Potentiale von Kunst und Kultur – entsprechen den Schwerpunkten, die im Rahmen der drei EU-Ratspräsidentschaften (Deutschland, Portugal, Slowenien) bis Mitte 2008 in der Europäischen Union bearbeitet werden sollen. Mehr hier[Internal]

Europäische Erinnerungskultur: an guten wie an schlechten Tagen

1956 protestierte der deutsche Botschafter in Paris gegen die Vorführung eines Films von Alain Resnais bei den Filmfestspielen von Cannes. Der Dokumentarfilm über deutsche KZs mit dem Titel „Nacht und Nebel“ war aus Sicht der damaligen Bundesregierung „der Völkerverständigung nicht dienlich“. Inzwischen ist das Werk zum Klassiker avanciert und wurde sogar in deutschen Schulen gezeigt. Das Beispiel für das Bemühen, unliebsame geschichtliche Fakten aus dem kollektiven Gedächtnis zu verdrängen, ist schon etwas in die Jahre gekommen. Die Problematik ist freilich geblieben, wie Beispiele aus der Jetztzeit belegen. Etwa, wenn hierzulande in der Diskussion um die Restitution von durch Nazi-Deutschland geraubten jüdischen Kunstwerken die alten Klischees von geldgierigen jüdischen Erben und ihren jüdisch-amerikanischen Anwälten bedient werden. Oder wenn sich Nobelpreisträger Günther Grass über die „Entartung der deutschen Presse“ echauffiert. Mehr hier[Internal]

Unvergleichlich: Kunst & Kultur

Die europäischen Kulturetats sind nur wenig transparent und nicht nur deshalb kaum miteinander zu vergleichen, so eine Studie des Europa-Parlaments. Analysen der Finanzierung von Kunst und Kultur in Europa gestalten sich mindestens für den Zeitraum von 2000 – 2005 als äußerst schwierig, denn die dafür benötigten Daten sind in der Regel nicht abrufbar und wenn vorhanden, kaum miteinander vergleichbar, so eines der Ergebnisse der Studie „Financing the Arts and Culture in the EU“, die im Auftrag des Europa-Parlamentes erarbeitet wurde: „The current availability of data does not constitute a strong foundation for the EU to structure a targeted and effective policy.“ Mehr hier[Internal]

Kultur ist relativ

Die aktuelle Diskussion um das Verbot „gewaltbeherrschter“ Computerspiele hat das Thema Zensur wieder auf die Tagesordnung gesetzt, auch für das Internet. Zwar gilt das Internet seinen Mythen zufolge als unzensierbar. Zudem scheiterten im Internet-Mutterland USA staatliche Zensuroffensiven stets vor Gericht. Allerdings: War Zensur zu Anfang des 21. Jahrhundert „tatsächlich noch vorwiegend ein öffentlicher Eingriff“, dient sie inzwischen „weniger schutzbedürftigen Verbrauchern (wie etwa Kindern) als vielmehr Wettbewerbsinteressen“, meint Autor Peter Mühlbauer. Er verweist auch auf medienpolitische Kuriosa. So brachte etwa Bayern einen Änderungsantrag zum Jugendschutzgesetz ein, der ein Verbot der Abgabe von Open-Source-Spielen an Minderjährige beinhaltet. Mehr hier[Internal]

Menschen in Europa

Was haben der schwedische Designer Otto von Busch, der deutsche Philosoph Jürgen Habermas, Laurentien Königliche Hoheit Prinzessin der Niederlande oder der englische Bischof Jonathan Gledhill gemeinsam ? Sie sorgen für Gesprächsstoff in Europa. Mehr hier[Internal]

 

 

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