Newsletter #9

18. April 2007

betr. kulturpolitik für europa

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Die Kulturpolitische Gesellschaft informiert:

Im Gespräch: Rupert Graf Strachwitz

Allgemeinplätze und ständig wiederholte Finanzierungswünsche nerven Gesprächspartner schnell und behindern eine kulturpolitische Interessensvertretung in Europa, meint Rupert Graf Strachwitz. Der Direktor des Maecenata Institutes in Berlin, ehrenamtliche Vorstand der Kulturstiftung Haus Europa und Mitglied des Rates von EUROPA NOSTRA sieht keine Alternative zur bestehenden Verbände-Vielfalt: „Einen Verband mit Alleinvertretungsanspruch kann es nicht geben. Man täte sich leichter, wenn man dies als Prämisse akzeptieren würde, anstatt es als Defizit zu kritisieren. Was die Fördermittel betrifft, so ist dies nur eine Seite der Tätigkeit, noch dazu eine, deren Überbetonung geeignet ist, die andere Seite aus dem Blickfeld zu verdrängen. Wenn etwa EUROPA NOSTRA, der europäische Verband der nicht-staatlichen Kulturerbeorganisationen, immer nur über Fördermittel reden würde, wäre er schnell unglaubwürdig. Achtung hat er sich dadurch erworben, daß er das kulturelle Erbe als zentralen europäischen Identitätsfaktor herausgestellt und dafür in zahlreichen Veröffentlichungen Argumente geliefert hat.“ Mehr  hier[Internal]

Silver Economy

Die privaten Ausgaben für Freizeit, Unterhaltung und Kultur werden bis 2050 zunehmen, trotz der steigenden Lebensarbeitszeit, so die Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin über die „Auswirkungen des demografischen Wandels auf die private Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen in Deutschland“. Die über 75-Jährigen werden dann deutlich mehr Geld für diese Bereiche aufwenden als bisher, die 35 – 60-Jährigen, die am stärksten in den beruflichen Alltag eingebunden sind, halten hier bei den Steigerungsraten nicht mit – ihre Ausgaben wachsen nur unterdurchschnittlich. Um etwa ein Drittel werden in dem Zeitraum ebenfalls die Ausgaben für Bildung wachsen, die für Gesundheitspflege und Wohnungsausstattung werden sich mehr als verdoppeln. Mehr hier[Internal]

Europa bildet

In den westlichen Staaten Europas steigt bei jüngeren Generationen das formale Bildungsniveau kontinuierlich an. Der Anteil der Bevölkerung mit mindestens einem Sekundarabschluss II lag 2004 in Norwegen bei 96 %. Hinter dem Spitzenreiter folgen mit Schweden (91 %), Finnland (89 %) und Dänemark (86 %) drei weitere skandinavische Staaten auf den ersten sechs Plätzen. Komplettiert werden sie von der Schweiz (89 %) und Österreich (87 %). Während Deutschland bei der Altersgruppe der 45 – 54-jährigen noch auf Platz 2 liegt, fiel es bei den 25 – 34-jährigen auf Platz 7 zurück. Mehr hier[Internal]

Menschen in Europa

Adolf Muschg erinnert an Jacob Burckhardt und dessen These, dass „historische Gesellschaften immer und überall durch drei ‚Potenzen’ genannte Kräfte geformt werden: die Religion, den Staat und die Kultur“. Sineb El Masrar vermisste in Deutschlands Frauenmagazinen eine gewisse Pluralität und hat die Gazelle erfunden. Dirk Baecker, Soziologe und Publizist, gratuliert der tageszeitung zum Geburtstag und mag beim Thema Öffentlichkeit nicht ohne Kant und Hegel auskommen. Mehr hier[Internal]

 

 

 

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