Newsletter #10

25. April 2007

betr. kulturpolitik für europa

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Die Kulturpolitische Gesellschaft informiert:

Countdown in Essen: Kulturelle Vielfalt

Zum Wochenende hin startet mit der Tagung „Das UNESCO-Übereinkommen mit Leben erfüllen“ der erste von drei großen Kongressen zur Kulturpolitik. Thema des ausgebuchten „Bellini-Arbeitstreffen in Essen/Ruhr 2010 über kulturelle Vielfalt“ vom 26. – 28. April ist die "Magna Charta der internationalen Kulturpolitik" - das „UNESCO-Übereinkommen zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen“. Mehr hier[Internal]

Am Anfang war der Europarat

Kulturpolitik hat Tradition in Europa. Olaf Schwencke hat im „Jahrbuch für Kulturpolitik 2007“ eine „kleine Geschichte“ dazu geschrieben und meint: „Selbst Epochen dominierender Nationalismen, namentlich bei den Deutschen und Franzosen, nicht einmal der mörderische deutsche Nationalsozialismus haben es vermocht, die humane Idee Europas in den Köpfen der Menschen sterben zu lassen.“ Schon 1949 wurde der Europarat gegründet, der sofort die Kultur zu seinem Thema machte und dem inzwischen 47 Staaten angehören. Mehr hier[Internal]

Licht und Schatten

Die EU Studie „The Economy of Culture in Europe” wirft auch ein Licht auf die Stärken und Schwächen des Kultur- und Kreativsektors in Deutschland, meint Bernd Fesel. Deutschland hat neben England einen der größten Kultur- und Kreativsektoren Europas, doch in Wachstum und Ertragskraft hinkt er hinterher. Die Ertragsschwäche der einzelnen kleinen und mittelständischen Akteure des Kreativsektors müsste zuerst abgebaut werden, um dann zu mehr Wachstum zu kommen. Mehr hier[Internal]

Sprachenstreit

Fremdsprachige Medien liegen im Trend. Ob türkische Magazine oder - jüngstes Beispiel - die russisch-sprachige Rheinskaja Gazeta (Rheinische Zeitung): die Medienwelt wird bunter und polyglott. Das Funkhaus Europa des WDR sendet in 17 Sprachen. Nur die Lokalradios im Bundesland NRW sollen nur noch „in deutscher Sprache gestalten", wenn ein Gesetzentwurf der dortigen Landesregierung Wirklichkeit wird. Zu Begründung heißt es, fremdsprachlicher Hörfunk würde „die Bevölkerung fast vollständig von der Teilnahme am lokalen Programm ausschließen.“ Mehr hier[Internal]

Gesinnung und Strafrecht

Die Leugnung des Holocaust gehört nicht nur in Europa zum festen rechtsradikalen Repertoire. Soll diese Propaganda unter Strafe gestellt werden ? Diese Frage beschäftigte schon die UNO-Vollversammlung. Jetzt haben sich der Rat der EU-JustizministerInnen unter der deutschen Ratspräsidentschaft darauf verständigt, europaweit Mindeststandards im Kampf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu gewährleisten und die entsprechenden Strafrechtsbestimmungen zu harmonisieren. Mehr hier[Internal]

Menschen in Europa

Bernard-Henri Levy definiert den Intellektuellen als jemand, „der plötzlich denkt, als sei Kants Text über die Aufklärung erst gestern geschrieben worden...“. Norbert Sievers will sich den „Mühen der kulturpolitischen Ebenen“ aussetzen, um das Machbare zu erreichen. Ernst Elitz will islamischen Predigern im Deutschlandfunk keinen Platz einräumen. Und was haben Johann Wolfgang von Goethe, Moliere und Tschechow gemeinsam ? Sie könnten zu unsern zehn besten Dramatikern gehören. Mehr hier[Internal]

 

 

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