Newsletter #13

16. Mai 2007

betr. kulturpolitik für europa

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Die Kulturpolitische Gesellschaft informiert:

Noch 21 Tage bis zum Vierten Kulturpolitischen Bundeskongress

Stefan Jonsson, Kulturtheoretiker, Schriftsteller aus Schweden kommentiert: „Alle künstlerische, intellektuelle und journalistische Arbeit wird heute im Kraftfeld zwischen drei Tendenzen geleistet – der standardisierten Elitekultur, der kommerzialisierten Massenkultur und der zu Widerstand aufrufenden Lokaltradition. Das wichtigste von allen ist jedoch, dass die drei Tendenzen miteinander verflochten in jedem Land, an jedem Ort, in jedem Kunstwerk, ja in jedem Menschenleben gleichzeitig existieren. Auf Landkarten von gestern konnte man die Kultur mit Hilfe territorialer Grenzen als einheimisch oder ausländisch klassifizieren. Diese Karten haben ihre Gültigkeit verloren.“

Im Gespräch: Fritz Pleitgen und Oliver Scheytt

Die Kulturhauptstadt Europas ist für Fritz Pleitgen und Oliver Scheytt ein Erfolgsmodell, weil sie Prestige, Zukunft und sogar ein wenig materielle Unterstützung garantiert. Alles Argumente gegen das Unbehagen an Europa und vor allem „ein kulturgeprägtes ideelles Gegengewicht zur grenzenlosen Ökonomisierung der Welt und aller Lebensbezüge“. Auf dem Kulturpolitischen Bundeskongress beschäftigt sich Forum 7 mit dem Thema. Mehr hier[Internal]

Premiere: die erste Europäische Kulturstrategie

Die EU-Kommission legt mit ihrer „Mitteilung über eine europäische Kulturagenda im Zeichen der Globalisierung“ erstmals eine kulturpolitische Strategie vor und nennt drei Hauptziele, die von der EU und ihren Mitgliedsstaaten verfolgt werden sollen: die Förderung der kulturellen Vielfalt und des interkulturellen Dialogs; die Förderung der Kultur als Katalysator der Kreativität im Rahmen der Lissabon-Strategie und die Förderung der Kultur als wesentliches Element der internationalen Beziehungen der Union. Mehr hier[Internal]

Die Zukunft der europäischen Stadt und die Europäische Union

Ohne kommunale Selbstverwaltung gibt es keine bürgerschaftlich verankerte und bürgerschaftlich getragene Europäische Union, meint Folkert Kiepe, Beigeordneter des Deutschen Städtetages, in fünf Thesen. Dabei charakterisiert er die Europäische Stadt ebenfalls durch fünf Eigenschaften: als Ort der Emanzipationsgeschichte, der Differenz, der Öffentlichkeit und des Marktes sowie der Selbstverwaltung. Mit dem Thema Stadt beschäftigen sich auf dem Kulturpolitischen Bundeskongress u.a. die Foren 1 und 2. Mehr hier[Internal]

Silver Economy: Aging & Culture

Die wachsende Zahl älterer Bevölkerungsgruppen schafft neue kulturwirtschaftliche Potenziale, die>noch zu wenig erkannt werden, meint Almuth Fricke von age-culture.net: „Kultur und Alter ist allerdings nicht nur ein Querschnittsthema von kulturwirtschaftlicher Bedeutung. In der europäischen Kulturpolitik findet derzeit ein Paradigmenwechsel oder auch „cultural turn“ statt.“ Mehr hier[Internal]

Menschen in Europa

Adam Jeanes arbeitet seit mehr als ein Jahrzehnt im internationalen Kunst- und Kulturmanagement und ist network junkie aus Überzeugung. Agnès Callamard sorgt sich wegen der zunehmenden Beschränkungen der Meinungsfreiheit um den Bestand der demokratischen Öffentlichkeit und meint, Demokratie muss mehr aushalten. Tatiana Zhurzhenko meint, Geschichtspolitik lässt sich in ihrer Bedeutung durchaus mit der Energiepolitik vergleichen. Sefa Inci Suvac und Justus Herrmann sammeln gesprochene Erinnerungen von Menschen mit dem sog. Migrationshintergrund. Und Giuseppe Nardini weiß: „Nur wer seine Arbeit mit Leidenschaft betreibt, schafft etwas Besonderes.” Mehr hier[Internal]

Hanging around/HeimatQuartier ist ein europäisches Kunstprojekt und dem Müßiggang auf der Spur. Auf der Website kultur.macht.europa ist jeden Tag ein Foto zum Thema zu sehen. Mehr zum Projekt hier[Internal]   

 

 

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