Newsletter #22

18. September 2007

betr. kulturpolitik für europa

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Die Kulturpolitische Gesellschaft informiert:

Vormerken: 2008 ist das Europäische Jahr des interkulturellen Dialogs – 2009 das Europäische Jahr zur Förderung der Beziehung zwischen Kreativität, Kultur und Bildung.

Der Filmregisseur Christian Petzold findet, das der Kapitalismus und der Kapitalist sich verändert haben. Die Figuren von George Grosz sind nicht mehr zeitgemäß: „Der moderne Kapitalist ist vielleicht Buddhist, hört Mozart und sitzt im Intercity, während der gemeine Proll noch die Autobahn runterbohrt. Vor etwa 15 Jahren fing das an, dass der Kapitalist plötzlich einen Körper, eine Sinnlichkeit bekam und sexy wurde, was mit seiner Kaufkraft zu tun hat, die für die Werbung interessant ist.“

Neue Regeln für die Kulturwirtschaft

Der Schutz der kulturellen Vielfalt Europas ist unteilbar, meint Ruth Hieronymi MdEP. Die traditionellen Instrumente der europäischen Kulturförderung reichen weder in ihrer Höhe noch in ihrer Struktur aus, um zukunftsfähig zu sein. Nicht nur eine signifikante Erhöhung der Fördermittel auf nationaler und europäischer Ebene ist notwendig, man muss auch endlich Konsequenzen aus der technologischen Entwicklung wie der Globalisierung und ihren dramatischen Auswirkungen für Kunst und Kultur ziehen. Mehr hier[Internal]

Die dritte Säule im Internet

Kultur als Identitätsträger, Wirtschaftsfaktor und als Faktor für die europäische Zukunftsfähigkeit beschäftigt auch Arte-Präsident Gottfried Langenstein: „Wir sind mit der Kultur auf diesem Kontinent längst nicht mehr allein. Die Migration trägt uns viele andere Kulturen zu. Wir leben damit, wir lassen uns davon bereichern. Das hat in Europa eine gute und gesunde Tradition. In der Kunst erleben wir, dass das wiedererwachte Asien und das wiedererwachte China sich heftig zu Wort melden. Da sind junge Generationen im Aufbruch, überzeugt von ihrer kulturellen Leistungskraft, und wir Europäer haben durchaus Anlass nachzudenken: Wie steht es eigentlich mit uns?“ Mehr hier[Internal]

Ganz NORMAL

Eurozine, das Netzwerk europäischer Kulturzeitschriften, diskutiert in Sibiu/Hermannsstadt, was Europäern heute als „normal“ gilt. Das Thema knüpft an einen Slogan an, mit dem Sibiu für sich wirbt: „NORMAL. Sibiu. Jung seit 1191“. „Überall in Europa“, heißt es dazu in der Tagungsankündigung, „scheinen sich die neue Stabilität, Freiheit und Sicherheit nicht nur mit der Hoffnung auf Wohlstand zu verbinden, sondern auch mit der Sehnsucht nach Normalität.“ Mehr hier[Internal]

Europa schreibt

Seit den 1980er Jahren trifft sich eine wachsende Zahl von europäischen Kulturzeitschriften regelmäßig zum Informations- und Gedankenaustausch. Jetzt findet das European Meeting of Cultural Journals zum zwanzigsten Mal statt. Ort des Jubiläumstreffs: Sibiu/Hermannsstadt, neben Luxemburg aktuelle Kulturhauptstadt Europas. Seit 1998 firmiert das Netzwerk unter dem Namen Eurozine. Mehr hier[Internal]

Die Kreative Klasse – einmal ganz anders

Modemacher gehören ohne Zweifel zu den Creative Industries. Der Journalist Roberto Saviano hat sich mit besonderen Aspekten der Mode „Made in Italy“ beschäftigt. Was nicht in Niedriglohnländern wie China produziert werden kann, weil dort (noch) das Know-How fehlt, wurde in den Textil-, Schuh- und Lederfabriken der Camorra in Süditalien genäht. Mehr hier[Internal]

Menschen in Europa

Gerhard Kraus, Thomas Leif, Thomas Meyer, Uli Röhm und Bertold Runge bereiten als „Projektgruppe“ den 12. MainzerMedienDisput vor, der sich mit dem „altmodischen“ Thema „Europa braucht Öffentlichkeit“ beschäftigen wird. P. Nikiforos Diamandouros, der Europäische Bürgerbeauftragte, verurteilt die Praxis der Europäischen Kommission, die Namen von Lobbyisten in EU-Dokumenten zu schwärzen. Martin Walser, Schriftsteller fand in den 1950er Jahren Geld „zum Kotzen“, im 21. Jahrhundert ist Reichtum für ihn ein „Ausdruck der Freiheit“. Mehr hier[Internal]

Hanging around/HeimatQuartier ist ein europäisches Kunstprojekt und dem Müßiggang auf der Spur. Auf der Website kultur.macht.europa ist jeden Tag ein Foto zum Thema zu sehen. Mehr zum Projekt hier[Internal]   

Aktuelle Informationen zu den Förderprogrammen der Europäischen Union finden Sie hier 

 

 

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