Die Kulturpolitische Gesellschaft informiert:
Vormerken: 2008 ist das Europäische Jahr des Interkulturellen Dialogs - 2009 das Europäische Jahr zur Förderung der Beziehung zwischen Kreativität, Kultur und Bildung !
„Mißtrauen“, befindet der Philosoph Slavoj Zizek, „macht die Ökologie zum idealen Kandidaten für eine hegemoniale Ideologie, da sie ein Echo auf das antitotalitäre postpolitische Mißtrauen gegenüber großen kollektiven Handlungen bildet. Eine der überzeugendsten Versionen dieses Mißtrauens ist Stephen Fry’s Making History, in dem es um einen von Hitler und dessen Verbrechen traumatisierten Wissenschaftler geht, der in den fünfziger Jahren eine Möglichkeit entdeckt, die Zeitgrenze zu überschreiten und in begrenztem Maße in die Vergangenheit einzugreifen. Er beschließt, die chemische Zusammensetzung des Flusses, aus dem das Dorf, in dem Hitlers Eltern wohnen, sein Wasser bezieht, so zu verändern, dass die Frauen des Dorfes durch diese Maßnahme unfruchtbar werden. Das Experiment gelingt, Hitler kommt nicht zur Welt.“
Work in Progress
Am 26./27. September trafen sich rund 400 Kulturpolitiker und Interessierte zum „Kulturforum für Europa“ in Lissabon. Das Forum war gut besucht, vor allem das Schlußpanel hochrangig besetzt: Kulturkommissar Jan Figel war da, ebenso die portugiesische Kulturministerin Isabel Pires de Lima und Kommissionspräsident Barroso. Alle drei nahmen ausführlich zu den Berichten aus den Arbeitsgruppen Stellung und appellierten wiederholt an die nationalen Entscheidungsträger, die von der EU-Kommission vorgeschlagene „Mitteilung zu einer europäischen Agenda in Zeichen der Globalisierung“ anzunehmen. Das derzeit vorhandene „Momentum“ zur Stärkung der Rolle der Kultur in Europa dürfe nicht ungenutzt verstreichen. Mehr hier
Die Europäische Kommission will die europäische Kulturpolitik mit der „offenen Methode der Koordinierung“ (OMK) voran bringen und setzt dabei „auf eine solide Partnerschaft aller Betroffenen“. Dahinter verbirgt sich eine nicht unumstrittene Form der Koordinierung der einzelstaatlichen Politik, bei der die Mitgliedstaaten, auf eigene Initiative oder auf Initiative der Kommission gemeinsame Perspektiven entwickeln. Doch was heißt das ? Mehr hier
Ein Kennzeichen europäischer Gesellschaften ist die Vielfalt der Religionen. Muslime wandern seit rund fünf Jahrzehnten in Europa ein, nur ein Drittel davon bekennt sich heute aktiv zum Islam. Und die religiöse Praxis dieses Drittels ist keineswegs einheitlich, so die Autoren einer neuen Studie. Die anderen zwei Drittel sind religiös indifferent oder agnostisch oder sog. Kultur-Muslime. Mehr hier
Rechtzeitig zur Frankfurter Buchmesse hat der European Writers Congress, die European Booksellers Federation, die Federation of European Publishers und weitere Branchenverbände eine Untersuchung über den europäischen Buchmarkt ins Netz gestellt. Dabei wird auch der Frage nachgegangen: Was ist ein Buch? Mehr hier
Menschen für Europa
Slavenka Drakulic erzählt „Badezimmer-Geschichten“ und denkt über europäische Normalität nach, die Mircea Vasilescu nur noch im Plural akzeptieren will. Für Oliver Scheytt, den Präsidenten der Kulturpolitischen Gesellschaft, ist die interkulturelle Öffnung und Qualifizierung der Kulturpolitik „die zentrale Herausforderung der Zukunft“. Wulf Schönbohm findet überraschend, dass 42 Prozent der Deutschen eine türkische EU-Mitgliedschaft positiv sehen. Seymor Hersh, us-amerikanische Ikone des investigativen Journalismus lebt und stirbt für Worte. Márton Méhes, künstlerischer Leiter der Kulturhauptstadt Pécs 2010, meldet erste Programmvorschläge. Mehr hier
Hanging around/HeimatQuartier ist ein europäisches Kunstprojekt und dem Müßiggang auf der Spur. Auf der Website kultur.macht.europa ist jeden Tag ein Foto zum Thema zu sehen. Mehr zum Projekt hier
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