Die Kulturpolitische Gesellschaft informiert:
Vormerken: 2008 ist das Europäische Jahr des interkulturellen Dialogs – 2009 das Europäische Jahr zur Förderung der Beziehung zwischen Kreativität, Kultur und Bildung.
„Die Geschichte der Jahre nach 1968 ist ein Beleg dafür, dass sich das Verhältnis zwischen Wirtschaft und Gesellschaft nicht auf die Herrschaft des Wirtschaftlichen über das Gesellschaftliche verkürzen lässt.“, notieren die Soziologen Luc Botanski und Ève Ciapello in ihren Überlegungen zum „neuen Geist des Kapitalismus“. „Vielmehr muss der Kapitalismus Beteiligungsformen bieten, die mit dem Stand der sozialen Welt, in die er eingebunden ist, und mit den Wünschen derjenigen Mitglieder der Gesellschaft kompatibel sind, die ihre Stimme mit dem größten Nachdruck erheben. Die Konflikte, die in der ganzen Welt ausbrechen und das Jahr 1968 prägen, sind der Ausdruck einer deutlichen Anhebung des Kritikniveaus in den westlichen Gesellschaften.“
Erste europäische Kulturagenda verabschiedet
Der Rat der Kulturminister hat am 16. November die im Mai vorgelegte Kulturagenda der EU-Kommission angenommen. In drei Jahren soll erstmals eine Zwischenbilanz gezogen werden. Für den Zeitraum von 2008 – 2010 hat der Ministerrat zugleich fünf Schwerpunkte festgelegt: Verbesserung der Mobilität von Künstlern und anderen Kulturschaffenden; Förderung des Zugangs zur Kultur, Erhebung von Daten und Statistiken im Kultursektor, bestmögliche Nutzung des Potenzials der Kultur- und Kreativwirtschaft; Unterstützung und Umsetzung des UNESCO-Übereinkommens. Mehr hier
Im Gespräch: Gottfried Wagner
Die Förderung der Mobilität von Künstlern und Kulturschaffenden ist eine Möglichkeit, um für Europa mit wenig Geld viel zu erreichen, sagt Gottfried Wagner, Generalsekretär der Europäischen Kulturstiftung. Perspektivisch wünscht er sich, „dass die Mittel direkt an Künstler und Kulturschaffende gehen. Die entsprechende Förderung könnte über das KULTUR-Programm oder in einem ähnlichen Rahmen aufgelegt werden. Die Frage ist, wer dann ein so kleinteiliges Programm administrieren kann und soll.“ Mehr hier
Aschenputtel der Menschenrechte
Die EU will in den nächsten Jahren das Recht auf kulturelle Teilhabe jeder Art fördern. Es gilt als das geringste der Menschenrechte – unbestimmt im Ziel und schwer zu fassen. So die UNESCO-Juristin Yvonne Donkers. Die Cultural Human Rights sind, was ihre „Inhalte und ihren Geltungsbereich“ betrifft, bis heute „unklar“ geblieben: „Kulturelle Rechte (Cultural Rights) bilden eine der Kategorien der Menschenrechte, die sich in zivile, politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte gliedern." Mehr hier
Informationsmanagement - The European Way
Es gibt jede Menge Informationen über Europa, doch eine europäische Öffentlichkeit nur in Ansätzen. Ein Grund: das Informationsmanagement der nationalen Medien. Am Bereitstellen von Informationen allein kann es nicht liegen, denn entgegen dem von den Medien gerne gepflegten Vorurteil ist das entsprechende Angebot der EU umfangreich und transparent - insbesondere für professionelle Medienvertreter. Mehr hier
Menschen für Europa
Holger Höge, Generalsekretär der International Association of Empirical Aesthetics (IAEA), sucht interessante Themen und Beiträge für den nächsten Kongress der IAEA. Ruth Hieronymi MdEP hat Chancen, zu den „Europäern des Jahres“ zu gehören. Und Max Ernst, herausragender Künstler der surrealistischen Bewegung und Weltbürger, gibt den Betrachtern seiner Bilder immer noch Rätsel auf. Das Werk „Europa nach dem Regen I“ entstand 1933 und zeigt ein Europa ohne Staatsgrenzen und die gewohnte geografische Gestalt. Mehr hier
Hanging around/HeimatQuartier ist ein europäisches Kunstprojekt und dem Müßiggang auf der Spur. Auf der Website kultur.macht.europa ist jeden Tag ein Foto zum Thema zu sehen. Mehr zum Projekt hier
Aktuelle Informationen zu den Förderprogrammen der Europäischen Union finden Sie hier
Unsere Medienpartner:
Weitere Informationen unter
www.kultur-macht-europa.de
Impressum:
Herausgeber: Kulturpolitische Gesellschaft e.V. Weberstr. 59a 53113 Bonn
Tel.: 0228 / 201 67-0 - Fax: 0228 / 201 67 33
post@kupoge.de
Redaktion: Wolfgang Hippe (V.i.S.d.P.),
A.R.T Agentur für Recherche und Text
Tel. 02 21 / 54 50 48
redaktion@art-recherche.de
Newsletter abbestellen:
Wenn Sie diesen Newsletter einmal nicht mehr erhalten möchten,
klicken Sie bitte hier