Newsletter #28

29. Januar 2008

betr. kulturpolitik für europa

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Die Kulturpolitische Gesellschaft informiert:

2008 ist das Europäische Jahr des Interkulturellen Dialogs - 2009 das Europäische Jahr zur Förderung der Beziehung zwischen Kreativität, Kultur und Bildung !

"Europa ist die Kultur, die ihre Ursprünge nicht in sich selbst findet; Europa ist gleichsam zu sich emigriert.“, meint der Historiker und Kulturwissenschaftler Thomas Macho. „Europas Identität ist buchstäblich „exzentrisch“. Jeder Aufbruch in der Ideengeschichte Europas – von der Renaissance oder Reformation bis zur Aufklärung - artikulierte sich in Rückgriffen: im Rückgriff auf die griechische Philosophie und Dichtung oder im Rückgriff auf die jüdische Religion ... Anders gesagt: Europa konnte das Alte immer wieder neu begreifen, weil es gar nicht das eigene Alte war. Gerade eine exzentrische Identität befähigte zu erneuter Selbsterfindung. Zugleich verpflichteten die fremden Ursprünge zur Bewahrung, weil sie nicht einfach aufgehoben waren in der jeweils eigenen Gegenwart.“

Start des kulturpolitischen Dialogs 2008

Am 19. Februar lädt die EU-Kommission erstmals zum „Strukturierten Dialog“ über die europäische Kulturagenda nach Brüssel. EU-Kulturkommissar Jàn Figel will außerdem zwei Expertengruppen einrichten, die sich mit den kulturpolitischen Perspektiven des Dialogs beschäftigten – eine aus Vertretern der EU-Mitgliedsstaaten, eine aus Vertretern der Zivilgesellschaft. Mehr hier[Internal]

Kulturpolitische Veränderungen

Bei den kulturpolitischen Initiativen und Veränderungen in den mittel- und osteuropäischen Staaten darf der Faktor Zeit nicht unterschätzt werden, meint Kathinka Dittrich. Gut Ding braucht Dauer. Bedacht werden muss, dass zur kulturellen „Infrastruktur“ nicht nur Gebäude für kulturelle Zwecke wie Museen und Theater oder (staatliche) Förderprogramme gehören, sondern auch Kulturverbände, Fürsprecher und Lobbyisten oder Netzwerke kulturpolitisch wie kulturell Interessierter und Informierter. Dieses Szenario hat sich im westlichen Nachkriegseuropa langsam herauskristallisiert und wird heute als selbstverständlich hingenommen. Mehr hier[Internal]

Mörderisches Europa

Gleich zweimal das Thema Kriminalität. Einst notierte Bert Brecht, der Kriminalroman weise „alle Merkmale eines blühenden Literaturzweiges“ auf, heute gehört jedes vierte belletristische Buch weltweit zu diesem Genre. Seine Autoren und Titel stehen längst nicht mehr nur auf den Bestsellerlisten, sondern haben sich im Laufe der Zeit auch literarische Reputation erschrieben. Jetzt schreibt „Mord am Hellweg. Tatort Ruhr“, nach eigenem Bekunden Europas größtes internationales Krimifestival, einen gesamt-europäischen Krimi-Preis aus. Er heißt „Ripper Award. Europäischer Preis für Kriminalliteratur – European Crime Fiction Star Award“. Mehr hier[Internal]

Mörderisches Europa 2

Und zum zweiten: Das Webmagazin europolar widmet sich dem Krimi in fünf Sprachen, mit Rezensionen, Analysen und Debatten – auch zur europäischen Verfassung. Demnächst geht’s um den roman noir und „1968“. Als eine Mischung aus Fanzine und seriösem Journalismus beschreibt Elfriede Müller, Mitgründerin und Redakteurin, ihr Magazin: „Europolar interpretiert den Kriminalroman von Anfang an als „Spiegel der Gesellschaft“, aus unserer Ansicht sollte der Krimi – einmal großkotzig gesagt – der Gesellschaftsroman des 20. und 21. Jahrhunderts sein.“ Oder um es in einem Satz mit dem französischen Autor Jean-Patrick Manchette zu sagen: „Je größer die soziale Unruhe, desto besser die Noirs.“ Mehr hier[Internal]

Menschen in Europa

Henning Mankell, schwedischer Theatermacher und Krimi-Autor mit afrikanischem Wohnsitz, entdeckt ein Motiv der chinesischen Außen- und Wirtschaftspolitik, dem in der allgemeinen Debatte kaum Aufmerksamkeit geschenkt wird. Daniel Cohn-Bendit MdEP mag die gängige 68er-Nostalgie ebenso wenig wie die verkrampften konservativen Versuche, die Revolte von einst tot zu reden. Und Katerina Batzeli heißt die neue neue Vorsitzende des EP-Kulturausschusses. Mehr hier[Internal]

Hanging Around/HeimatQuartier ist Kunstprojekt und dem Müßiggang auf der Spur. Auf der Website kultur.macht.europa ist jeden Tag ein Foto zum Thema zu sehen. Mehr zum Projekt hier[Internal]   

 

 

 

 

 

 

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