Die Kulturpolitische Gesellschaft informiert:
2008 ist das Europäische Jahr des Interkulturellen Dialogs - 2009 das Europäische Jahr zur Förderung der Beziehung zwischen Kreativität, Kultur und Bildung !
„Die EU ist, um es vorsichtig zu sagen, eine staatsförmige Organisation, die sich in den letzten fünfzig Jahren so dynamisch und so konsequent entwickelt hat wie kein anderes Staatswesen auf der Welt.“, schreibt der Politik-Philosoph Volker Gerhardt. „Man kann zwar die Ansicht vertreten, dass einem dieser staatliche Verbund von Staaten nicht gefällt; aber damit hat man dessen Existenz bereits anerkannt. Das politisch zusammengewaschene Europa ist eine historische und politische Realität, und die wird sich, wenn keine weltpolitische Katastrophen dazwischen kommen, auch in den nächsten Jahren mit einer Geschwindigkeit weiterentwickeln, die in der Geschichte der Staaten ohne Beispiel ist. Hinzu kommt, dass es zu diesem Fortschritt keine Alternative gibt. Denn die Europäer wissen – wie ihr alltägliches Verhalten belegt – genau, dass sie nur in einem geeinten Europa eine politische Zukunft haben. Andernfalls rückt der kleine westliche Archipel der eurasischen Landmasse, der sich Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende lang als Zentrum des politischen Geschehens empfand, auch historisch an die Peripherie einer nun endlich im Ernst und in der Sache global verantworteten Weltpolitik.“
Intercultural Cities
Im Mai startet ein neues Programm des Europarates, berichtet Dorothea Kolland. Es geht um handfeste und pragmatische Orientierungsangebote für die kommunale Praxis. Anders als das Ansinnen, »Europa eine Seele (zu) geben«, bei dem sich eher auf der Ebene der Werte und der großen Worte europäische Persönlichkeiten und Geister ihrer selbst in Visionen versicherten, versucht das Programm »Intercultural Cities« sehr handfest und pragmatisch Orientierungs- und Handlungsleitlinien zu entwickeln, um der Realität von »Interkulturellen Städten« näher zu kommen. Mehr hier hier
Diesmal gleich dreimal etwas zum Thema Europa, Zivilgesellschaft und „strukturierter Dialog“:
Die Rolle der NGOs beschäftigt die Europäische Union schon seit langem. Als „Zivilgesellschaft“ sind sie nicht nur im „Strukturierten Dialog“ eingebunden: Die ständige EU Civil Society Contact Group (EU CSCG) umfasst acht Themenfelder und vertritt nach eigener Darstellung als „Plattform für die Netzwerke europäischer NGOs“ koninuirlich hunderte von Mitgliedsorganisationen. Sie will „einen transparenten und strukturierten zivilgesellschaftlichen Dialog zu entwickeln, der nachvollziehbar, leicht zugänglich, umfassend, fair und respektvoll gegenüber der Autonomie der beteiligten NGOs ist.“ Mehr hier
Bis zum 15. April können sich Organisationen der Zivilgesellschaft zum Strukturierten Dialog über die europäischen Kulturagenda bewerben. Voraussetzung: sie müssen europaweit agieren. Bei der Auswahl sollen grundsätzlich nur europäische Spitzenverbände berücksichtigt werden. Aber sind die nicht alle schon im Rahmen der EU Civil Society Contact Group aktiv? Eine Studie der Kulturpolitischen Gesellschaft hat allerdings ergeben, dass nur wenige Kulturverbände überhaupt in der Lage sind, die europäischen Anforderungen zu erfüllen. Mehr hier
Bereits Ende März sollen zwei Arbeitsgruppen der Mitgliedsstaaten im Rahmen des „Strukturierten Dialogs“ zur europäischen Kulturagenda mit ihrer Arbeit beginnen. Zur Teilnahme aufgerufen sind alle Mitgliedsstaaten, die Beteiligung ist gemäß der „Offenen Methode der Koordinierung“ (OMK) freiwillig. Jeder teilnehmende Staat soll einen Experten je AG benennen, der sowohl über Erfahrungen zum Thema verfügt sowie auf nationaler Ebene als „policy maker“ ausgewiesen ist. Mehr hier
Menschen in Europa
Natalja Riffel sucht Praktikanten für die Kulturhauptstadt. Hans-Gerd Pöttering, Präsident des Europäischen Parlaments, wird vom Eurobarometer mitgeteilt, dass in Europa große „Unkenntnis“ über das EP herrscht – trotzdem wird es geschätzt. Danuta Hübner, EU-Kommissarin für Regionalpolitik, hat den RegioStar, den Preis für innovative Regionalpolitik, vergeben. Und Daniel Leisegang sorgt sich wegen Google um die Privatspäre. Mehr hier
Hangingaround/HeimatQuartier ist ein europäisches Kunstprojekt und dem Müßiggang auf der Spur. Auf der Website kultur.macht.europa ist jeden Tag ein Foto zum Thema zu sehen. Mehr zum Projekt hier
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