Die Kulturpolitische Gesellschaft informiert:
2008 ist das Europäische Jahr des Interkulturellen Dialogs - 2009 das Europäische Jahr zur Förderung der Beziehung zwischen Kreativität, Kultur und Bildung !
„David Beckham ist anders.“, analysiert der Sportjournalist Christian Eichler den Wechsel des englischen Fußballstars in die USA. „Er ist nicht der Weltstar des Fußballs, einer Zeit und Raum weit umfassenden Spielkunst. Er ist der Weltstar des Schnipsel-Fußballs, des kurzen, separierbaren und reproduzierbaren Ausschnitts des Spieles, den man Standardsituation nennt. So wurde er der passende Held für die reizüberfluteten, ungeduldigen Zapper-Hirne der modernen Mediengeneration. Deshalb ist er in Amerika perfekt aufgehoben, wo man kein Gespür für die leisen Schwingungen und Strömungen eines Spiels hat und deshalb bisher nichts mit Fußball anfangen konnte; wo man im Football und Baseball um zwei, drei sehenswerte Aktionen herum stundenlange Übertragungen bastelt – und wo man es versteht, aus ein, zwei bekannten Gesichtern und ein, zwei Gags einen ganzen Hollywood-Film zu drehen.“
Die Deutsche Akademie für Fußballkultur sieht im Fußball gerade für Künstler und Kulturschaffende einen wichtigen Zugang zur Welt und widmet sich deshalb auch der im Juni anstehenden Fußball-Europameisterschaft.Ihr allgemeines Ziel: „ein neues Kompetenzzentrum zu Themen jenseits des reinen 1:0“. Zu ihren Mitgliedern gehören u.a. Klaus-Dieter Lehmann (Goethe-Institut), Jürgen Klinsmann (Fußballer), Norbert Sievers (Kulturpolitische Gesellschaft), Guido Knopp (ZDF) und Ministerpräsident Günther Beckstein. In den Zeiten der EM kooperiert kultur-macht-europa mit der Akademie. Mehr hier
Unter dem Titel „Sozialismus und Champagner-Fußball“ hat Dietrich Schulze-Marmeling eine kleine Geschichte der Fußball-EM geschrieben. Seit ihrer 12. Austragung im Jahre 2004 gilt sie bei Experten als weltweit zweitbester Fußballwettbewerb - vor dem WM-Turnier, aber noch hinter der UEFA Champions League. Dabei erfolgte die Einführung dieses Wettbewerbs erst in den 1960ern und stieß zunächst bei einigen großen europäischen Fußballnationen nur auf wenig Gegenliebe. Am 3. März 1955 sprachen sich bei der Gründung der „Vereinigung Europäischer Fußballverbände“ (UEFA) 18 von 29 Nationen gegen eine EM aus. Mehr hier
Auch nach Jahren befindet sich die Digitalisierung der Filmproduktion noch immer in der Einführungsphase. „Die Bezeichnung ´digital` reicht nicht aus, um die Entwicklung genauer zu beschreiben.“, meint Matthias Maaß von der Hochschule für Medien, Stuttgart. „Denn von der Amateurkamera und dem Beamer bis zu den High End-Geräten ist inzwischen fast alles digital. Dabei ist der Wandel des technischen Workflows und damit auch der Arbeitsbedingungen und der künstlerischen Möglichkeiten enorm.“ Eines der Probleme: „Bisher ist dieser Prozess noch kaum exakt definiert, geschweige denn dokumentiert worden.“ Mehr hier
Seit dem 12. Dezember 2007 gelten Computerspiele europaweit als Kulturgut. An diesem Tag stellte die Europäische Kommission klar, dass eine französische Bestimmung zur steuerlichen Förderung der Produktion von Computer- und Videospielen mit EU-Recht vereinbar sei und „nur echten Kulturprojekten zugute kommt und nicht als industriepolitisches Instrument zur Förderung der Videospiel-Industrie genutzt“ werde. Inzwischen auf der deutschen kulturpolitischen Agenda: ein Preis für pädagogisch wertvolle Games. Mehr hier
Vor einem Jahr trat das „UNESCO-Übereinkommen zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen“ in Kraft. Eine erste Bilanz von Christine M. Merkel (Deutsche UNESCO-Kommission). Mehr hier
EuropäerInnen sind meist glücklich, aber auch ein wenig pessimistisch. „Europäische Werte“ sind allerdings nicht überall die gleichen. In der Werteorientierung dominiert die Loyalität bei den Briten und das Pflichtbewusstsein bei den Deutschen, der Gerechtigkeitssinn bei den Finnen und das Verantwortungsgefühl bei den Schweizern, während die Russen wenig von Freundschaft halten und die Italiener noch weniger von Verlässlichkeit: „Vielleicht gibt es ,die’ europäischen Werte genauso wenig wie ,die’ Europäer. Im besten Fall sind wir Deutsche, Finnen oder Italiener – aber fühlen uns als Europäer.“ Mehr hier
Menschen in Europa
Vilgot Sjöman und Claes Eriksson, beide Filmregisseure aus Schweden, verdanken wir eine erfreuliche Nachricht: Werbeunterbrechungen von Filmen im Fernsehen – so das höchste schwedische Gericht – sind stets eine "Kränkung der Integrität des Werkes und des Urheberrechts des Regisseurs". Dimitré Dinev, aus Bulgarien stammender Schriftsteller mit Wohnsitz in Wien, fand „Frieden“ als Wort und Begriff vor allem auf Friedhöfen, im Alltag dominiert der Wunsch nach „Sicherheit“. Und Prof. Dr. Wolfgang Schneider hat das zehnjährige Bestehen des „Instituts für Kulturpolitik“ an der Stiftung Universität Hildesheim zum Anlass genommen, um über die „Europäische Integration als Herausforderung Auswärtiger Kulturpolitik“ nachdenken zu lassen. Mehr hier
Das KULTUR-Programm der EU ist finanziell nicht sehr umfangreich und da Kultur ein gesellschaftliches Querschnittsthema ist, lohnt sich ein Blick über den Tellerrand. Kulturprojekte können von anderen EU-Programmen profitieren, wenn sie deren Zielen entsprechen. Schauen Sie sich um: hier und hier
Die Bilder auf kultur-macht-europa kommen von dem europäischen Kunstprojekt Hangingaround/HeimatQuartier, das dem Müßiggang auf der Spur ist. Mehr zum Projekt hier
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