Newsletter #32

09. April 2008

betr. kulturpolitik für europa

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Die Kulturpolitische Gesellschaft informiert:

2008 ist das Europäische Jahr des Interkulturellen Dialogs - 2009 das Europäische Jahr zur Förderung der Beziehung zwischen Kreativität, Kultur und Bildung !

„Wenn am 8. August 2008 in Peking das olympische Feuer entzündet wird, dürften sich die allerwenigsten Zuschauer im Stadion und vor dem Fernseher bewusst sein, dass sie einem Schauspiel beiwohnen, das erst seit den ‚Nazi-Games’ von 1936 fester Bestandteil der Olympischen Spiele ist.“, schreibt der Literaturwissenschaftler Hans Rudolf Vaget. „Dieses Herzstück der olympischen Liturgie – Feuerzeremonie im antiken Olympia, Fackellauf durch die Länder und quasisakrale Präsenz der olympischen Flamme während der Spiele – liefert das Paradebeispiel einer ‚invented tradition’ im Rahmen der Olympischen Spiele moderner Zeitrechnung, die selbst auch eine erfundene Tradition darstellen. Diese vom NS-Propagandaministerium zielstrebig geförderte Idee eines olympischen Feuerzaubers war von Carl Diem, der Hauptfigur der deutschen olympischen Bewegung, perfekt ins Werk gesetzt worden.“

Wenn die Flamme erlischt

Europa- und weltweit wird derzeit gegen die chinesische Tibet-Politik demonstriert. In chinesischen Medien ist davon nichts zu sehen. Droht eine solche Zensur auch während der Olympischen Spiele? Der Medienbeauftragte des Internationale Olympische Komitées (IOC) kennt das Problem, spricht von Zensur und hofft, dass „während der Spiele nicht zensiert wird“. Inzwischen bereiten sich deutsche und europäische Fernsehsender auf den Ernstfall vor. Von einem Boykott ist noch nicht die Rede, aber im „Extremfall“ werde man „die Sinnhaftigkeit der Berichterstattung insgesamt komplett überdenken müssen", so n-tv-Chefredakteur Volker Wasmuth. Mehr hier[Internal]

Besondere Potenziale

Die Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010 und die Initiative „Europa eine Seele geben“ fordern eine kulturpolitische Offensive von Städten und Regionen: hier liegt die Wiege europäischer Kultur und die „Seele“ Europas. Es gehe darum, die kulturellen Potenziale zu mobilisieren, um ihren Einfluss auf den Aufbau eines dezentralen, vielfältigen Europas ‚von unten’ geltend zu machen. Ein „Leitfaden“ soll den Städten und Regionen helfen, über ihre lokalen und regionalen Zuständigkeiten hinaus eine unmittelbare europäische Mitverantwortung zu übernehmen. Mehr hier[Internal]

Querschnittsaufgabe

Bildung, Kultur sowie Sport und Jugend sind die zentralen Gestaltungsfelder für den Interkulturellen Dialog– so eine Studie von ERICarts zur Situation in Europa. Den Interkulturellen Dialog definieren die Forscher um Andreas Wiesand. Als einen „ergebnisoffenen, von gegenseitigem Respekt getragenen Prozess des interaktiven Austausches zwischen Individuen, Gruppen und Organisationen mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln und Weltanschauungen. Mehr hier[Internal]

Menschen in Europa

Annette Eberle, freiberufliche Historikerin und Pädagogin, beschäftigt sich mit den Problemen einer europäischen Erinnerungskultur seit der Auflösung der Ost-West-Blockbildung. Harun Farocki hat mit seiner Installation „Deep Play“ das Fußball-WM-Endspiel Frankreich - Italien 2006 im Berliner Olympiastadion anaylsiert. Und Jürgen Habermas bezweifelt, ob wir von einer „postsäkularen“ Weltgesellschaft sprechen können. Mehr hier[Internal]

Das KULTUR-Programm der EU ist nicht die einzige Möglichkeit der europäischen Kulturförderung. Da Kultur ein gesellschaftliches Querschnittsthema ist, lohnt sich ein Blick über den Tellerrand. Kulturprojekte können von anderen EU-Programmen profitieren, wenn sie deren Zielen entsprechen. Schauen Sie sich um: hier und hier

Hangingaround/HeimatQuartier ist ein von der EU gefördertes europäisches Kunstprojekt und dem Müßiggang auf der Spur.  Mehr zum Projekt hier[Internal]   

 

 

 

 

 

 

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