Die Kulturpolitische Gesellschaft informiert:
Achtung ! Dem Europäische Jahr des Interkulturellen Dialogs 2008 folgt bald das Europäische Jahr zur Förderung der Beziehung zwischen Kreativität, Kultur und Bildung 2009 !
„Nicht als Wertgemeinschaft, sondern als Transformationsgemeinschaft ging der Westen bisher seinen Weg.“, schreibt der Soziologe Gerhard Schulze. „Seine wichtigste Metamorphose hatte gerade nicht das Aussehen eines Bekenntnisses zur Christlichkeit, sondern der Emanzipation davon. Säkularisierung begriff er als moralischen, politischen und philosophischen Fortschritt. Was aus christlicher Sicht Wertverfall bedeutete, galt den führenden Köpfen des 18. und 19. Jahrhunderts als Wertgewinn. Freilich verwendete der Westen dabei Bauelemente aus seiner Vergangenheit als christliches Abendland. Bildlich gesprochen, baute er Quader zusammengestürzter Sakralbauten in seine Fabriken und Bürokomplexe ein. Für Max Weber ist der Kapitalismus aus der protestantischen Ethik hervorgegangen. Bald aber die protestantische Motivation verschwunden, übrig blieb der ausufernde, verselbstständigte Kapitalismus in der säkularisierten Welt des Westens.“
Am Elften im Elften trifft sich in Stockholm die Platform for Intercultural Europe – earlier known as Rainbow Platform for Intercultural Dialogue and Civil Society Platform for Intercultural Dialogue. Die Plattform wird auch nach dem „Europäischen Jahrs des Interkulturellen Dialogs“ 2008 Bestand haben. Als Arbeitsgrundlage soll das jetzt verabschiedete Rainbow Paper dienen, das unter dem Motto „Interkultureller Dialog: Aus der Praxis zur Politik und zurück“ eine Reihe grundsätzlicher Überlegungen aufstellt. Zu den Zielen der Plattform gehören u.a. die Erhöhung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Vielfalt und Komplexität, die Betonung einer notwendigen sozialen Integration, strukturelle Reformen bei Verwaltungen aller Art und eine verstärkte Präsenz in der Politik. Getragen wird die Organisation inzwischen von über 200 NGOs, u.a. von der Kulturpolitischen Gesellschaft. Mehr hier
2011 soll das Europäische Jahr des Ehrenamtes und des Non-Profit-Sektors werden, wenn es nach dem Willen des Europa-Parlamentes und zahlreicher anderer europäischen Institutionen und NGOs geht. In seiner Erklärung weist das Parlament auch darauf hin, dass sich mehr als 100 Millionen Europäer freiwillig engagieren, das entspricht rund 30 Prozent der Bevölkerung. Auch ökonomisch betrachtet ist der Nonprofit-Sektor nicht zu unterschätzen. Er trägt schätzungsweise 5 Prozent zum BIP der europäischen Volkswirtschaften bei. Sein Wirtschaftsvolumen entspricht europaweit dem BIP von Frankreich. Mehr hier
Eurocities, ein Netzwerk von 130 europäischen Großstädten, plädiert für eine Aufstockung der Kulturförderung der Europäischen Gemeinschaft. Auch wenn die meisten Förderanträge aus dem kommunalen Bereich vor allem von mehr oder weniger unabhängigen Einrichtungen wie städtische Theater oder Museen kommen, sind die Kommunalverwaltungen doch auch selbst in die Abwicklung zahlreicher Förderungen befasst, sie es durch eine Kofinanzierung, Hilfestellungen oder die Überlassung von Räumen oder Arealen für die physische Präsenz der Projekte. Darüber möchten die Städte ihre kulturellen Einrichtungen bei ihren europäischen Aktivitäten zu unterstützen und den kulturellen grenzüberschreitenden Dialog fortzuführen und auszubauen. In seiner Stellungnahme nennt das Forum fünf Punkte, die zur Debatte anstehen. Mehr hier
Soviel steht fest: am 9. Januar 2010 startet das Programm von Ruhr 2010 offiziell im Weltkulturerbe Zeche Zollverein. Unter dem Slogan „So haben Sie Ihre Metropole noch nie gesehen!“ hat die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 bereits eine erste Übersicht veröffentlicht. Mehr hier
Vielfalt verbindet
Vom 3. - 5. September 2008 fand in Dortmund der internationale Kongress „Vielfalt verbindet. Die Künste und der Interkulturelle Dialog in europäischen Städten: Erfahrungen, Konzepte, Perspektiven“ statt. Er stellte Konzepte, Strukturen, Modelle und Leitprojekte aus unterschiedlichen europäischen Städten und Regionen, Kulturkreisen und Gesellschaftsformationen vor, die für die interkulturelle Arbeit vor Ort beispielgebend sind. Die Beiträge sind jetzt dokumentiert. Mehr finden Sie hier
Menschen in Europa
Volker Thomas lobt die deutsche Künstlersozialkasse (KSK) als einmalig in Europa. Arne Wessberg, Doris Pack, MdEP und Frank-Dieter Freiling setzen aufs Kulturradio. Und Odile Quintin sieht die „Kultur in Bewegung“. Mehr hier
Das KULTUR-Programm der EU ist nicht die einzige Möglichkeit der europäischen Kulturförderung. Da Kultur ein gesellschaftliches Querschnittsthema ist, lohnt sich ein Blick über den Tellerrand. Kulturprojekte können von anderen EU-Programmen profitieren, wenn sie deren Zielen entsprechen. Schauen Sie sich um: hier und hier
Hangingaround/HeimatQuartier ist ein europäisches Kunstprojekt und dem Müßiggang auf der Spur. Auf der Website kultur.macht.europa ist jeden Tag ein Foto zum Thema zu sehen. Mehr zum Projekt hier
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