Newsletter #47

18. Dezember 2008

betr. kulturpolitik für europa

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Die Kulturpolitische Gesellschaft informiert:

Herausgeber und Redaktion wünschen Ihnen ein Frohes Fest und einen guten Start in das Europäische Jahr der Innovation und Kreativität 2009.

„Kreativität hat prinzipiell etwas mit der positiven oder negativen Enttäuschung von Erwartungen zu tun. Erwartungen resultieren aus der Anwendung von Kulturprogrammen, und ihre Enttäuschung muss wiederum mit einem Kulturprogramm verarbeitet werden.“, analysiert der Medientheoretiker Siegfried J. Schmidt. „Das gilt für Main(stream) and Sub(culture), die ihre eigenen Pros und Cons, ihre Highlights wie ihren Trash selbst produzieren. Dieses Spiel wird in allen Dimensionen kommerziell gespielt – nur mehr oder weniger offen. Und für dieses Machtspiel gibt es bekannte wie unbekannte Schiedsrichter. Hier hat sich seit dem Entstehen kapitalistischer Industriegesellschaften nicht viel verändert. Wer über Kommerzialisierung lamentiert, übersieht, dass sich Kommerz nur lohnt, wo Differenzen Aufmerksamkeit erzeugen, die sich verwerten lässt.“

Visionär – kreativ – innovativ

Am 7. Januar 2009 startet die Kommunikationsinitiative zum Europäischen Jahr der Kreativität und Innovation 2009 unter dem Motto „Visionär – kreativ – innovativ“. Kreativität und Innovation gelten als Schlüsselkompetenzen für die persönliche, soziale und wirtschaftliche Entwicklung. Auf dem Förderprogramm soll so die Entwicklung innovativer pädagogischer Ansätze unter Einbeziehung der kreativen Künste und der Naturwissenschaften in Schulen, die Förderung des Wissensdreiecks (Bildung, Forschung, Innovation) sowie die Einrichtung von hochschulzentrierten Lernregionen als treibende Kraft der regionalen Entwicklung stehen. Mehr hier[Internal] 

Europa für Bürgerinnen und Bürger

Die Kulturpolitische Gesellschaft weitet ihr europapolitisches Engagement aus. Unter ihrer Regie nimmt die Informationsstelle »Europa für Bürgerinnen und Bürger« ihre Arbeit auf, die deutschen Interessenten und Antragstellern Informationen und Beratungen zum gleichnamigen EU-Programm anbieten wird. Sie wird von der EU und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zunächst bis zum Jahr 2012 finanziert. Mehr hier[Internal] 

Gibt es so etwas wie Roma-Kunst?

Tímea Junghaus, Biennale-Kuratorin in Venedig, fragt nach der Kunst der Roma: „Jahrhunderte lang war das Volk der Roma Gegenstand beziehungsweise Opfer von Darstellungen, die ausschließlich von Nicht-Roma erzeugt wurden. Als Sujet in der Malerei wurden die Roma von Künstlern romantisiert, und bis heute beschwört die Vorstellung einer „Zigeunerromantik“ Bilder von „barfüßigen TänzerInnen“ herauf, „die fröhlich auf Tamburine einschlagen“. Der erste Roma-Pavillon auf der Biennale von Venedig im Jahre 2007 war ein erster bedeutender Schritt um der zeitgenössischen Roma-Kunst das Publikum zuzuführen, das sie verdient.“ Mehr hier[Internal]

Europas Beste

Mit Unterstützung des MEDIA Programms der EU startet mit Europe’s Finest erstmals ein europaweiter Vertrieb und Verleih von digitalisierten Klassikern des europäischen Kinos. Zum Titel-Pool gehören u.a. Filme von Ingmar Bergmann, Francois Truffaut und Aki Kaurismäki. Mit dabei sind auch drei Titel aus dem DEFA-Stock, darunter der Kultfilm „Die Legende von Paul und Paula“. Mehr hier[Internal]

Am Ende neue Perspektiven

Rund 600 Teilnehmer verzeichnete die Abschlusskonferenz des Europäischen Jahres des Interkulturellen Dialogs vom 17. – 19.11.2008 in Paris. „Mit dem Ende dieses Jahres werden keinesfalls unsere Bemühungen um den interkulturellen Dialog in Europa enden“, erklärte der zuständige EU-Kommissar Jan Figel zur Eröffnung. Mehr hier[Internal] 

Menschen in Europa

Andreas Kämpf sucht Experten für das European Network of Cultural Centres (ENCC). Lidia Varbanova ist mit Problemen rund die Kulturhauptstadt Europas befasst. Die Europaabgeordneten Helga Trüpel, Ruth Hieronymi und Doris Pack bilanzieren die europäische Kulturpolitik der letzten Legislatur: 2009 steht die Wahl des neuen Europaparlamentes an. Und Franz-Josef Hutter und Carsten Kimmle bilanzieren „60 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“. Mehr hier[Internal]

Das KULTUR-Programm der EU ist nicht die einzige Möglichkeit der europäischen Kulturförderung. Da Kultur ein gesellschaftliches Querschnittsthema ist, lohnt sich ein Blick über den Tellerrand. Kulturprojekte können von anderen EU-Programmen profitieren, wenn sie deren Zielen entsprechen. Schauen Sie sich um: hier und hier . Informationen zum Programm Europa für Bürgerinnen und Bürger finden Sie hier

Hangingaround/HeimatQuartier ist ein europäisches Kunstprojekt und dem Müßiggang auf der Spur. Auf der Website kultur.macht.europa ist jeden Tag ein Foto zum Thema zu sehen. Mehr zum Projekt hier[Internal]

 

 

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www.kultur-macht-europa.de

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