Visionär – kreativ – innovativ
Am 7. Januar 2009 startet die Kommunikationsinitiative zum Europäischen Jahr der Kreativität und Innovation 2009 unter dem Motto „Visionär – kreativ – innovativ“ offiziell. Mit der verstärkten Förderung von kreativen und innovativen Ansätze in verschiedenen Bereichen menschlichen Handelns soll die Europäische Union besser für die künftigen Herausforderungen des globalen Wettbewerbs gerüstet sein. Kreativität und Innovation gelten als Schlüsselkompetenzen für die persönliche, soziale und wirtschaftliche Entwicklung. Auf dem Förderprogramm soll auch die Entwicklung innovativer pädagogischer Ansätze unter Einbeziehung der kreativen Künste und der Naturwissenschaften in Schulen, die Förderung des Wissensdreiecks (Bildung, Forschung, Innovation) sowie die Einrichtung von hochschulzentrierten Lernregionen als treibende Kraft der regionalen Entwicklung stehen. Weiter betont wird auch die Bedeutung interpersoneller und interkultureller Kompetenzen, die bereits im Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs (2008) hervorgehoben wurde. Wie schon frühere Europäische Jahre zu anderen Themen wird auch dieses Europäische Jahr von Werbekampagnen, Veranstaltungen und Initiativen auf europäischer, nationaler, regionaler sowie lokaler Ebene flankiert. Kommissar Ján Figel’ erklärte zum Start der Initiative: „Ich wünsche mir, dass die Bürgerinnen und Bürger Europas durch dieses Europäische Jahr ein besseres Verständnis dafür entwickeln, dass wir durch die Förderung der menschlichen Begabungen und der menschlichen Innovationsfähigkeit Europa aktiv zum Besseren gestalten und dazu beitragen können, sein volles Potenzial zu entwickeln, sowohl in wirtschaftlicher als auch in sozialer Hinsicht.“ Die Umsetzung des Europäischen Jahrs der Kreativität und Innovation erfolgt über bereits bestehende EU-Programme, insbesondere das Programm für Lebenslanges Lernen und das Programm Kultur 2007-2013. Das Europäische Jahr wird als Querschnittsinitiative gesehen und bezieht sich neben Bildung und Kultur auch auf Politikfelder wie Unternehmens-, Medien-, Forschungs-, Sozial- und Regionalpolitik sowie Politik zur Entwicklung des ländlichen Raumes, so dass auch diese Programme zur Umsetzung von Aktivitäten genutzt werden können. Jeder Mitgliedstaat ernennt nationale Koordinatoren, welche für die Maßnahmen auf nationaler und regionaler Ebene zuständig sind.
Diskussionspunkte
Darüber hinaus sind im Lauf des Jahres in Brüssel sechs öffentliche Diskussionen über zentrale Themen im Zusammenhang mit Kreativität und Innovation vorgesehen, die als Plattform für Reflexion und den Austausch von Ideen dienen sollen und deren Ergebnisse in die politische Diskussion über Kreativität und Innovation einfließen soll. Die Themen werden auch über das Internet kommuniziert. Hier kooperiert die EU-Kommission eng mit dem European Policy Centre (EPC). Zur Diskussion stehen wird der Zusammenhang von Kreativität und Innovation mit kultureller Vielfalt (Diversity), den Strukturen des öffentlichen Sektors, den Bildungssystemen, der Wissensgesellschaft, der nachhaltigen Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft sowie ihre Beziehung zu den kreativen Künste und der Kreativwirtschaft. Wie schon in früheren Themenjahren üblich, werden auch diesmal Prominente als Botschafter für das Europäische Jahr werben. Dazu gehören in 2009 u.a. Innovationsforscher wie Professor Bengt-Åke Lundvall oder Professor Karlheinz Brandenburg, Professor für Medientechnologie und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT, und Esko Tapani Aho, ehemaliger finnischer Ministerpräsident und Autor des EU-Berichts über Innovation. Oder Professor Erne Rubik, Lehrer und Erfinder des bekannten Rubikwürfels, und Radu Mihileanu, in Rumänien geborener französischer Filmregisseur und Drehbuchautor.
Die offizielle Website zum Europäischen Jahr der Kreativität und Innovation finden Sie hier . Den Vorschlag für eine Entscheidung des Europäischen Parlamentes und des Rates zum Europäischen Jahr der Kreativität und Innovation (2009) finden Sie hier .
Zum Thema Kreativität finden Sie auf kultur-macht-europa ein Gespräch mit dem Medientheoretiker und Kunsthistoriker Prof. Hans Ulrich Reck hier
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